1. Man wundert sich erstmal, wie klein der ganze Mechanismus ist. Rücken Sie nicht mit Auto-reparier-Grobschlosser-Werkzeug an. Der kleine Nusskasten tut, und für die grösste Schraube braucht man einen 14er. Dazu benötigt man eine geeignete Vorrichtung um die Kurbelwelle zu blockieren. Natürlich hat man einen neuen Keilriemen besorgt, und die Variomatikrollen* sollte man bei der Gelegenheit auch erneuern. Bremsenreiniger und einen Lappen braucht man ebenfalls.
2. Als erstes kommt der längliche Deckel links an der Hinterradschwinge ab. Der Kickstartermechanismus kann dranbleiben (ich habe ihn nämlich erstmal in völliger Unkenntnis der Sachlage abgebaut).
3. Jetzt sehen wir zwei runde Vorrichtungen etwa vom Durchmesser einer CD (dazu später) und die Reste des zerfetzten Riemens. Diese gilt es erstmal feinsäuberlich aus allen Ecken und Ritzen zu entfernen.
4. Das hintere runde Teil ist die Kupplung und interessiert uns nicht weiter, ausser dass wir die Riemenscheiben, wo der Keilriemen läuft, reinigen.
5. Das vordere runde Teil beinhaltet die Variomatik und befindet sich direkt auf der Kurbelwelle. Wir sehen eine Scheibe mit einer Verzahnung für den Anlasser aussen und einer 14er Mutter innen. Diese wird jetzt gelöst. In der Werkstatt nimmt man dazu einen Pressluft-Schlagschrauber, der Strassenrand-Bastler muss auf andere Art und Weise sehen, wie er die Kurbelwelle so blockiert bekommt, dass man die Mutter lösen kann. Ich habe einen Kupplungskorb-Gegenhalter vom Motorrad verwendet, der in die Verzahnung eingreift.
6. Hat man die Mutter gelöst, kommt das vordere runde Teil ab, es ist aus Druckguss und stellt die eine Hälfte der vorderen Riemenscheibe dar. Dahinter sitzt eine Blechdose, etwas kleiner als eine 25er Spindel Rohlinge. Das ist der Variator. 6 Rollen mit genau definiertem Gewicht verstellen via Fliehkraft den Abstand der Riemenscheiben und verändern so stufenlos die Übersetzung. Diese Rollen sind natürlich Verschleiss unterworfen und werden ersetzt. Unsere Vorgehensweise ist klar: alles auseinanderbauen, alte Rollen rausnehmen, Rest ordentlich reinigen, neue Rollen (richtig rum, gemäss Anleitung) einbauen, alles wieder zusammenbauen.
7. Jetzt kommt der Variator wieder auf die Kurbelwelle (keine Anlaufscheiben vergessen!), man legt den neuen Riemen auf und baut die vordere Scheibe wieder auf die Kurbelwelle. Dazu muss man ggf. die hinteren Riemenscheiben etwas auseinanderziehen, damit der Riemen tiefer dazwischenrutscht und etwas weiter nach vorne kommt. Jetzt die 14er Mutter wieder anziehen. Ich habe etwas Schraubensicherungslack verwendet.
8. Den Gehäusedeckel wieder montieren. Fertig. Probefahrt **
*) Die gibts in einer Vielzahl von Gewichten. Das ist aber nur von Bedeutung, wenn man den Roller frisiert. Normalerweise verwendet man die gleichen, die ab Werk drin waren. Roller-Händler wissen Bescheid bzw. haben Listen, wo sie den richtigen Wert nachschauen können.
**) Sollten Rollerbesitzer und Mechaniker nicht ein und die selbe Person sein, ist es angeraten, in die Eisdiele zu fahren und den Mechaniker auf einen grossen Becher einzuladen.
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Mit sowas fährt nämlich meine bessere Hälfte rum. Das heisst: jetzt nicht mehr, denn der Keilriemen ist gerissen. Falls das hier also jemand liest, der weiss, wie man sowas repariert, worauf man achten muss, oder der weiss, wo man im Raum Nürnberg (Peugeot-)Roller-Teile günstig bekommt: bitte melden.
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Schaltgetriebe war eigentlich schon immer uncool. Strassenkreuzer sind cool, und die haben alle Automatik. Ich verstehe die Haltung der meisten Leute einfach nicht. Moderne Autos, mehr Rechenleistung an Bord als ein Airbus, elektrische Zwei-Zonen-Eierkrauler am Start, aber beim Getriebe muss es Technik aus dem vorletzten Jahrtausend sein. Weil es angeblich "sportlich" ist.
- Autofahren im Alltag ist an sich unsportlich. Sportlich wäre, zu Fuss zu gehen, oder das Fahrrad zu nehmen.
- Sportlich (wettbewerbsmässig) Auto fahren heisst in erster Linie später bremsen. Seltsam nur, dass bei den ganzen Schaltgetriebe-Befürwortern bessere Bremsen keinen allzu hohen Stellenwert einnehmen. Aber die können die Mitfahrer ja auch nicht sehen.
- Sportlich wäre es ja dann auch, sein Auto mit der Kurbel anzuwerfen. Elektrische Anlasser sind was für alte Leute. So gesehen seltsam, dass sie sich auf breiter Front durchgesetzt haben...
- Schade auch um die Lenkradschaltung. Besser, praktischer, einfacher zum handhaben, aber eben nicht "sportlich".
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Gestern bin ich mit dem "Single speeder" (Vorsicht, Trend!) den Burgberg hochgefahren. Heute habe ich Muskelkater.
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Zur Erklärung: Die Hauptverwaltung der Quelle ist in Fürth. Das
abgebildete Gebäude ist das ehemalige Versandzentrum, in dem sich u. a. das Kaufhaus befindet. Und dieses steht, nebst dem Quelleturm, in Nürnberg.
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Ebay macht ab und an doch mal Spass. Wenn man bedenkt, dass das Fahrrad seit Jahren nur im Weg rumstand und ich das Auto schon zum Schrotthändler bringen wollte...
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Acht bar rein, was der Kompressor hergibt. Fährt jetzt doppelt so schnell und tritt sich halb so schwer.
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Ist-Zustand.
Geplant ist ein krasser-Total-Umbau, wobei die Details noch nicht feststehen und sich wahrscheinlich im Lauf des Umbaus so nach und nach ergeben. Sicher ist nur: Die Grundfarbe wird mattschwarz, mit einer Kontrastfarbe. Momentaner Favorit ist gelb, wobei rot oder orange auch noch nicht aus dem Rennen sind. Hängt in erster Linie von der preiswerten Verfügbarkeit der Anbauteile ab. Und die coole Duomatic-Zweigangnabe bleibt. Nicht zuletzt, weil man aufgrund der Rahmenkonstruktion keine Felgenbremse hinten anbringen kann. Und vorn denke ich über eine Scheibenbremse nach...

So etwa solls werden.
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1. Place where you were born:

2. Place where you live now:

3. Favorite cartoon:

4. Favorite food:

5. Favorite drink:

6. Currently your favorite song:

7. Favorite smell:

8. Favorite shoes:

via Frau Kaltmamsell.
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1. Pedal zerlegen.
2. Alle Teile reinigen.
3. Pedal wieder zusammenbauen.

Vorher.

Die Einzelteile.

Nachher.
Ein paar Tipps noch:
Beim Zerlegen merken, wie die Teile zusammen waren, damit man auch alles wieder richtig hinbekommt. Und die Pedale nacheinander zerlegen, nie gleichzeitig. Einerseits kann man so immer gucken, wie es gehört, und man versucht nicht aus Versehen, ein Teil vom linken Pedal ans (spiegelverkehrte) rechte zu bauen...
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